Herzlich willkommen bei Hobel Austria!

Mein Name ist Reinhard Pascher, ich sammle Hobel und anderes Tischlerwerkzeug.

Nicht nur für die Vitrine, vor allem für die Werkstatt. Meine Hobel stehen nicht nur im Regal, sie haben auch ihren Platz auf der Hobelbank. Die geschärften Stemmeisen liegen daneben, oder in der Werkzeugkiste. Und was man sonst noch so braucht, um kleine und größere Dinge aus Holz zu bauen.

Eine der zentralen Fragen, die einen Sammler wie mich interessieren, ist diese: Wer hat dieses Werkzeug gemacht?

Und sie ist nicht immer leicht zu beantworten, manchmal auch gar nicht.

Als ich vor drei Jahren damit anfing, Informationen über die österreichischen Hersteller meiner Werkzeuge zu suchen, stellte ich erstaunt fest, dass es kaum Information gibt. Nur auf der großartigen Seite "holzwerken.de" von Wolfgang Jordan fand ich erste Antworten, allerdings auch neue Fragen.

Unter den Quellenangaben fand ich einige Zeitungsartikel, und das erinnerte mich an etwas, das ich vor einigen Jahren im Zuge einer anderen Recherche fand: ANNO, den virtuellen Zeitungslesesaal der Österreichischen Nationalbibliothek. Diese Online-Datenbank erwies sich als unglaublich ergiebige Quelle, und schon bald war klar, dass ich mit den gefundenen Informationen die Geschichte der österreichischen Werkzeughersteller neu schreiben musste. Die Idee für diese Webseite war damit geboren.

Nach etwas mehr als 2-jähriger Recherche nehme ich nun ein Jubiläum als Anlass, meine Webseite zu veröffentlichen.

200 Jahre Johann Weiss & Sohn
Arbeiter der Fa. Johann Weiss & Sohn, in der Mitte Johann Baptist Weiss, ca. 1892 (Original aus meiner eigenen Sammlung Reinhard Pascher)

Ich starte die Webseite also mit dem Portrait der größten und erfolgreichsten Fabrik für Werkzeuge für Holzarbeiter in Österreich. Die Zeitspanne ihres Bestehens (1820 - ca. 1980) umfasst 4 Kaiser, 2 Weltkriege und 2 Republiken. Nahezu in jeder Werkstatt in Österreich (sowohl zur Zeit der Monarchie als auch danach) befand sich irgendwann ein Werkzeug der Firma Weiss & Sohn. Und findet man heute einen alten Hobel auf einem Dachboden oder einer Scheune handelt es sich fast immer um einen Hobel von Johann Weiss.

Ebenfalls schon online sind die Portraits der Firmen Franz und Anton Gruber und Josef Herrmann, die beide mit Weiss eng verknüpft sind. Johann Weiss senior hat sein Handwerk bei Franz Gruber gelernt, und Josef Herrman fertigte 70 Jahre lang Hobeleisen für Weiss & Sohn.

Der Fokus liegt am Beginn auf der Geschichte der Hersteller, Artikel über einzelne Werkzeuge stelle ich nach und nach online, ebenso Bilder und Beschreibungen von Hobeln und anderen Werkzeugen aus meiner eigenen Sammlung.

Zu den Firmenportraits möchte ich noch festhalten, dass sie zwar umfangreich sind, aber im Wesentlichen nur aus einer chronologischen Aneinanderreihung von durch Quellen belegten Fakten bestehen, wobei ich mich nur auf Quellen stütze, zu denen ich persönlich Zugang habe. Ich behaupte also nicht, dass die von mir vorgelegte Geschichte der Hersteller bereits vollständig ist.

Mit der Zeit werde ich zu bestimmten Themen detailliertere Artikel veröffentlichen, beispielsweise zur Rolle von Privilegien (Patenten) am Anfang der Industrialisierung, zu Patentrechten im Allgemeinen, über Markenschutz, Fabrikrechte usw.

Weiters plane ich eine Art Zeittafel zu entwerfen, um die Entwicklung der Werkzeugindustrie in den Kontext der historischen Entwicklung der Monarchie (und später der 1. und 2. Republik) zu stellen. Nicht zuletzt geht es hier ja auch um ein Stück österreichische Geschichte.

Da ich weiß, dass das Interesse an der Geschichte von Handwerkzeugen zur Holzbearbeitung in England und Amerika weitaus größer ist als im deutschsprachigen Raum, war es mir ein sehr großes Anliegen, diese Seite von Anfang an zweisprachig zu gestalten. Die Übersetzungen sind im wesentlichen von mir korrigierte Google-Übersetzungen. Ich hoffe, sie kommen echtem Englisch halbwegs nahe, für die Unzulänglichkeiten, die mit Sicherheit zu finden sind, möchte ich mich vorab entschuldigen.

Die Zeitungsartikel und Berichte die als Quellennachweis dienen, konnte ich jedoch noch nicht übersetzen, dafür fehlt mir schlicht und ergreifend die Zeit.

 

Zuletzt möchte ich noch darauf hinweisen, dass ich kein Historiker bin. Ich erhebe keinen wissenschaftlichen Anspruch auf diese Arbeit, versuche mich aber nach bestem Wissen und Gewissen an wissenschaftlichen Grundsätzen zu orientieren, so gut es mir eben möglich ist.

Reinhard Pascher

Juli 2020

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